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BETRACHTUNG
EIN MENSCH WIE
JEDER ANDERE???
Ich bin 46 Jahre
alt- bald 47, bin verheiratet, habe fünf Kinder - Mädchen (das hat nicht
jeder, obwohl ich einige Familien kenne, die fünf und auch noch mehr
Kinder haben) Das Kleinste ist 7 Monate alt. Auch das ist nicht die Regel
– in der U-Bahn wissen die Leute nie, ob ich die Mutter oder Großmutter
bin; manche kriegen richtig Kopfweh vorm Nachdenken welches wohl der
anderen Mädchen- die Älteste wurde gerade 12 Jahre alt – wohl die
Mutter dieses lebendigen und vergnügten Babys ist. Indignierte Blicke hat
es auch schon gegeben! Warum sprechen die Menschen nur so selten ihre
Fragen aus – sie hätten sofort Klarheit und das Kopfweh wären sie auch
wieder los.
Bin ich nun ein
Mensch wie viele andere, oder wenigstens wie einige andere (die auch in
ihren Spätvierzigern ihr letztes Kind bekamen – ich habe überraschend
viele schon getroffen)
N
E I N!!! Nein und nochmals nein . Es soll sich nie
eine Frau (oder auch ein Mann – aber Männer haben ein stärkeres
Individualitätsbewusstsein) so fühlen, als sei sie nur eine unter
vielen, eine wie viele/ einige andere. DENN wir (Menschen) sind
EINZIGARTIG in unserer Individualität, einzigartig in unserer Persönlichkeit,
Charakter, unserem Empfinden, WIR SIND EINZIGARTIG IN DEM WAS WIR DER
GESELLSCHAFT - UNSEREN MITMENSCHEN, JA DEM GESAMTEN UNIVERSUM und damit
sogar GOTT zu geben haben. Ja wir sind EINZIGARTIG in dem WAS wir in
unserem Leben erleben und erlebt haben, WIE wir es erlebt haben (und
erleben), und WAS wir daraus gelernt haben, bzw welche Schlüsse wir
daraus ziehen. Oder wie eine Freundin von mir immer sagt: JEDE SCHREIBT
EIN EIGENES BUCH IHRES LEBENS, und wie ich meine wir haben sogar eine
gewisse Verantwortung dieses Buch füreinander zu öffnen. Wir lernen auch
aus den Erfahrungen anderer, wir können uns gegenseitig anregen, bestärken,
Mut machen.....
Ich bin sicher
nicht ein Mensch mit einem übertriebenen Selbstbewusstsein oder
Selbstwertgefühl (obwohl man kann davon gar nicht genug haben, es geht
nur darum bin ich bereit anderen den gleichen Wert, den gleichen Platz im
Universum zuzugestehen), das Gegenteil ist eher der Fall. Aber Gott hat
mich gelehrt – und er versucht es immer noch, dass er mich als Person
braucht eben mit meinen besonderen Eigenschaften (und mich auf eine
einzigartige Weise liebt und ernst nimmt, die mich nur immer aufs neue zu
Tränen rührt und mich verwundert fragen lässt, ob ich dessen überhaupt
wert bin. Er nimmt mich ernst mehr als ich mich selber je ernst nehmen würde!),
um dadurch ganz bestimmte Dinge auch tun zu können. Gerade dieses
Bewusstsein lässt mich auch viel Verantwortung spüren eine Persönlichkeit
zu sein/werden, die gewisse Aspekte vertritt und verkörpert, so stark,
dass andere sich daran orientieren, ja vielleicht sogar aufrichten können,
durch die etwas Neues in die Welt hineingetragen wird, ein Aspekt, der in
dieser Weise vielleicht noch selten oder nie ausgedrückt worden ist.
JA WIR SIND
EINZIGARTIG – und sollen dies ausdrücken mit aller Kraft und unserem
ganzen Herzen. Wir müssen unser geistiges Erbe überwinden: Das nur da
sein für die anderen, selber auf keinen Fall in Erscheinung treten,
dienen und sich aufopfern bis von uns nichts mehr übrig ist – all das müssen
wir abschütteln. Gott und
auch niemand sonst- braucht farblose Opferlämmer. Ja wir sind bereit zu
dienen, auch Opfer zu bringen, wir leben gerne für das Wohl anderer; wir
sind bereit zu investieren, und dann zu sehen wie alles wächst –
Kinder, Tiere, Pflanzen..... Aber wir wissen um unseren Wert als Menschen,
als Gegenüber des Schöpfers – als Mitschöpfer, Mitgestalter dieser
– und der anderen – Welt! Nur so können wir unseren Kindern, unseren
Männern, Schwestern und Brüder auf der ganzen Welt helfen zu verstehen
wie wertvoll sie sind. Ein solches Empfinden des eigenen Wertes ist ein
gesundes Empfinden das nichts Ungesundes mehr zulässt: Diskriminierung
(sich stark fühlen auf Kosten anderer), Unterdrückung Misshandlung und
jegliche Gewalt, Krieg hat dann keinen Platz, auch nicht Misshandlung von
Tieren und Umwelt..
Könnte es das
nicht sein, was Jesus sich bemüht hat uns zu sagen, als er sagte:“
Liebet Gott von ganzem Herzen und mit ganzer Kraft..“ – d.h. stelle
dich mit allen deinen Fähigkeiten und deinem Herzen zur Verfügung für
Gott /für die Welt. „Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ –
wenn uns bewusst wird, wie sehr Gott uns liebt, wie können wir dann
anderen Übles tun, oder sie hassen? Im Gegenteil es tut oft weh zu sehen,
wenn sich jemand selber nicht mag oder sich als wertlos empfindet. Ich wünsche
mir dann immer, dieser Person ihren Wert spüren lassen zu können damit
auch sie/ er ihre/ seine Einzigartigkeit erlebt.
So lasst uns
dieser EINZIGARTIGEN PERSON IN UNS noch mehr auf die Spur kommen;
entdecken wir sie in der Ruhe der Natur, in der Meditation, in unserem
ganz persönlichen Gespräch mit unserem Schöpfer. Nehmen wir uns Zeit
dazu, immer aufs neue, um uns zu erneuern, und um nie mehr am
EINZIGARTIGEN WERT unseres Daseins zu zweifeln.
NUN HABE ICH DIE
KOSTBARE ZEIT GENÜTZT, wenn das Baby noch ein paar extra stunden in der
Frühe schläft, und ich meine Müdigkeit überwunden habe. ICH WÜNSCHE
MIR dies als Anregung, dass auch andere unter euch ihr Herz ausschütten,
ihre Gedanken mitteilen, IHR BUCH DES LEBENS ÖFFNEN – es tut gut – es
ist gesund – und es lässt uns miteinander wachsen.
Renate Amesbauer
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