| Arbeitskreis
Ethik
in Familie und Gesellschaft Am 13. September 1993 lud der o.g. Arbeitskreis
der österreichischen Frauenföderation für Weltfrieden zu einem Dia- Vortrag
über Aids und eine mögliche Antwort darauf ein. Eine Antwort ist das
Informations- und Lehrprogramm "Free Teens", das von der
amerikanischen "World Medical Health Foundation" entwickelt wurde. Es
richtet sich vor allem an die speziell
gefährdete Gruppe der Jugendlichen von Beginn bis Ende der Pubertät. Im
Gegensatz zur gängigen Aids- Aufklärung ("Macht was ihr wollt, aber nur
mit Kondom! ") deckt "Free Teens" die wirklichen Gefahren der
Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten auf und gibt den jungen
Menschen Entscheidungshilfen und echte Alternativen zur Hand. "Free
Teens" wird auch in Europa zunehmend in Schulen und Jugendgruppen
verwendet.
Die Vortragende, Frau Ursula Monsberger, selbst
Mutter einer 18jährigen Tochter, arbeitet seit
einigen Monaten erfolgreich mit "Free Teens".
Frau Monsberger begann Ihren Vortrag, unterlegt mit zum Teil erschütternden
Dias, zur Untermalung medizinischer Fakten und Daten, die vielleicht noch nicht
allen bekannt waren. Dann berichtete sie von Fällen, wo junge Menschen nur
einmal in ihrem Leben ihre Grundsätze außer Acht ließen und das bitter
bezahlen mussten, und die trotzdem die Seelengröße hatten (obwohl sie bald
sterben müssen), an die Öffentlichkeit zu gehen, um ihre Altersgenossen vor
dem gleichen Schicksal zu bewahren. Alles in allem war dieser Vortrag sehr
informativ aber auch aufwühlend.
FREE TEENS wurde im Rahmen der "World
Medical Health Foundation" von Richard A. Panzer in den USA entwickelt.
(1989)
FREE TEENS umfasst ein Programm, das sich
einerseits an Erwachsene richtet, -Eltern, Lehrer und Ärzte sollen in ihrer
Aufgabe als Erzieher unterstützt werden. Vor allem aber spricht FREE TEENS
Jugendliche direkt mit einer Reihe von Dias an.
Im I. Teil wird über "Wir leben im
Zeitalter von AIDS" gesprochen.
Eine 2. Serie macht den Jugendlichen bewusst:
"Ich entscheide meine Zukunft selbst".
Zwei weitere Unterrichtsblöcke dienen dem
tieferen Erfassen des Gehörten, der tieferen Auseinandersetzung mit sich
selbst, indem Rollenspiele geübt, Akronyme verfasst und ein Brief an das eigene
zukünftige Kind geschrieben werden.
Was möchte FREE TEENS Erwachsenen sagen?
Unsere Gesellschaft tendiert allgemein zur
Ansicht: "Heute ist ohnehin schon jeder Jugendliche sexuell aktiv."
Dem ist aber nicht so. Laut Umfragen in den USA
leben 46% aller Jugendlichen enthaltsam.
Die zweite irreführende Ansicht ist: "Das
Kondom bietet ausreichend Schutz".
Wenn wir überlegen, dass Kondome in 15% aller
Fälle wo es zum Schutz vor einer Schwangerschaft verwendet wurde, versagte, -
bei jungen Leuten unter 20 Jahren lag die Versagensrate sogar bei 20%, dann ist
dies bestenfalls ein relativer Schutz, aber keinesfalls ein ausreichender. Man
bedenke, dass es sich bei AIDS um eine todbringende Krankheit handelt, und AIDS
–Viren 450mal kleiner sind als Samenfäden. Laut einer Studie in Texas 1993
beträgt die Ansteckung bei 100mal "geschütztem" Geschlechtsverkehr
mit einem HIV-positiven Partner bei Verwendung eines hochwertigen Kondoms 18%,
bei einem Kondom durchschnittlicher Qualität sogar 54%.("Social Sciencence
and Medcine", Juni 1993)
Wie begegnet man Jugendlichen? Allgemein
versucht die Erwachsenenwelt heutzutage möglichst werteneutral an junge
Menschen heranzutreten. Ausgehend von der Ansicht, dass jedes Individuum nach
eigenem Gutdünken handeln darf. (Freud)
Zwei Tendenzen sind in der Erziehung in Bezug
auf Sexualverhalten feststellbar :
1) nicht-richtungsweisendes Modell auf der Basis von Verhütung
2) richtungsweisendes Modell auf der Basis von
Enthaltsamkeit
Rechte und Pflichten
1) Sex: Rechte und Pflichten sind begründet im Recht jedes "autonomen
" Individuums auf Aktionen, die es für richtig hält,
gemessen an persönlichen Werten.
2) Sex: Rechte und Pflichten sind nicht nur Sache
der Person, sondern gebunden an die Bedürfnisse der Gesellschaft, an eine
bestimmte Moral.
Hauptziele der Erziehung
1) Im einzelnen das Gefühl für Freiheit entwickeln, Selbstachtung und
eigene Vorstellungen.
2) Aufzeigen der einander ergänzenden Funktionen
von Familie, Schule, Gemeinschaft;
Entwickeln von Eigenrespekt, Charakter, Reinheit
Zentrale Werte
1) Werte der heutigen Gesellschaft stimmen nicht mehr in ausreichender Form mit
jenen der Ehe und Familie überein und sind daher in der Öffentlichkeit nur
schwer zu vertreten.
2) Ehe und Familie sind das Fundament der
Gesellschaft und unerlässlicher Rahmen für die Erziehung zum Familienleben an
öffentlichen Schulen.
Rolle der Eltern
1) Begrenzt; nur wenige Eltern wollen
ihre Kinder führen. Daher spielt die Schule die Hauptrolle in der
Sexualaufklärung .
2) Primär; elterliche Führung ist unersetzlich
in der Sexualaufklärung.
Voreheliche Enthaltsamkeit
1) Wird als die effektivste
Verhütungsmethode betrachtet.
2) Ja! Ebenso wird ein positiver Lebensstil,
Selbstdisziplin und Charakterbildung betont.
Wie bewähren sich die unterschiedlich
orientierten Erziehungsformen?
a) "SAFE SEX"
Untersuchungen in San Francisco/Kalif. ergaben
folgendes: Nach I Jahr intensivem "safe sex"- Programm und freier
Kondomverteilung nahmen nur 8% aller männlichen Jugendlichen
Kondome und nur 2% aller weiblichen Jugendlichen
bestanden auf die Verwendung eines Kondoms.
Resultat: 25% aller Jugendlichen verloren ihre
Jungfräulichkeit und das Alter während der ersten sexuellen Beziehung sank
deutlich.
In einer Schule in Texas (DalIas ) stieg die
Schwangerschaftsrate auf 11,2%. (Zum Vergleich: an einer anderen Schule, an der
keine Kondome verteilt worden waren, lag die Schwangerschaftsrate bei 7,6%.)
Eine Frau empfängt nur an wenigen Tagen im
Monat, HIV oder eine andere sexuell übertragene Krankheit kann an jedem Tag
übertragen werden.
b) "ENTHALTSAMKEIT"
Programme dieser Art werden oft abgelehnt mit der Begründung, dass es
sich um eine "sag - NEIN- Botschaft" handelt. Untersuchungen
ergeben aber, dass bei entsprechender Aufbereitung diese Programme sehr
positivaufgenommen werden.
"BEST FRIENDS" (entwickelt von Dr. Phyllis Magrab und Elayne
Bennett), betont die Freude, die Teenager erleben können, unbelastet von den
Problemen, die sexuelle Beziehungen mit sich bringen.
Es wird nicht mit Abschreckungen gearbeitet,
vielmehr stimuliert eine positive, aufbauende Botschaft.
Testergebnisse (500 Schüler und Studenten aus
der Vor- und Innenstadt):
Im Zeitraum von 1 Jahr hatte keines der Mädchen
sexuelle Beziehungen. 90% der "BEST FRIENDS"- Mädchen begriffen den
Unterschied zwischen Liebe und Sex. Von den anderen Mädchen waren es nur 25%,
denen der Unterschied bewusst war.
Das Programm vom G RADY - Hospital (Atlanta)
"POSTPONING SEXUAL INVOLVEMENT" (Der Aufschub sexueller Beziehungen)
plädiert für Enthaltsamkeit, weist Wege wie man zu Sex nein sagen kann, aber
dennoch akzeptiert und beliebt bleibt.
Viele Jugendliche sind für solche Gedanken offen
und dankbar. Sie Verlangen nach klarer Orientierung .
AUFKLÄRUNG UND KOGNITIVE ENTWICKLUNG
Frau Dr. Wanda Franz, Prof. für Familienstudien,
sagt, dass viele Aufklärungskurse für Jugendliche nicht effektiv sind, weil
sie nicht den kognitiven Bereich Jugendlicher ansprechen.
1) Jugendliche sind -überwältigt von
unmittelbaren, konkreten Einflüssen. -erahnen Auswirkungen nicht. -sind
bezüglich Information großzügig und wahllos.
-haben wenig Verständnis von Ursache und
Wirkung.
-sind sich eigener Grenzen kaum bewusst.
2) Erwachsene
-betrachten Wechselwirkungen in ihrer Gesamtheit.
-erahnen Auswirkungen, entwickeln Alternativen.
-prüfen systematisch
-bringen Verhalten und Auswirkung in
Zusammenhang. -können sich einschätzen
DIE FREE TEENS-METHODE
wird etwa 13jährigen präsentiert. Dias über AIDS, -Entwicklung, Verlauf
diverser Krankheitsbilder, Fallgeschichten und Statistiken. FREE TEENS arbeitet
nach dem sokratischen Prinzip; stellt Fragen, regt
zum Nachdenken an über Liebe,
Verhaltensmuster, Motive, Treue, Bindung, Familie etc.
ZIEL
Jugendliche ohne sexuelle Erfahrungen ermutigen, weiterhin enthaltsam zu
leben und mitzuhelfen beim Aufbau einer
Jugendkultur und Medienlandschaft, die Enthaltsamkeit unterstützen.
Jugendlichen helfen umzukehren, und enthaltsam zu leben.
Jugendliche, die bisexuelle Beziehungen pflegen, in ihrer Lebensauffassung
herausfordern.
DER EINFLUSS VON GESCHLECHTSBEZIEHUNGEN AUF
DIE PSYCHISCHE GESUNDHEIT VON TEENAGERN
Das Magazin "PEDATRICS" (Febr. 1992)
bringt Ergebnisse von Untersuchungen die zeigen, dass ein Zusammenhang zwischen
verfrühter Sexualität und psychischen, bzw. sozialen Risiken besteht. Zum
Beispiel ist das Selbstmordrisiko bei sexuell aktiven Mädchen 6 Mal größer
als bei enthaltsam lebenden. Die Gefahr von Zuhause wegzulaufen, ist bei
Mädchen, die ihre Jungfräulichkeit verloren haben 18 Mal größer, dass sie
von der Schule weglaufen 5 Mal größer und die Drogenanfälligkeit (Marihuana)
10 Mal größer.
Es sollte klar sein, dass Geschlechtsbeziehungen
besonders bei jungen Menschen nicht eine neutrale Sache sind. Weitere Studien
werden notwendig sein, um feststellen zu können, in welchem
Ausmaß sich der Verlust der Jungfräulichkeit auf die psychische Gesundheit der
Teenager auswirkt.
GRUND FÜR OPTIMISMUS
In den USA wurden Traditionen und
Verhaltensweisen in bezug auf das Zigarettenrauchen erfolgreich geändert. Was
einst "cool" war, wird heute als schlechte Gewohnheit empfunden, die
sogar Lungenkrebs verursachen kann. Warum sollen wir nicht ähnlich erfolgreich
sein hinsichtlich einer Reduktion die öffentliche Unterstützung für freien
Sex betreffend? Mag sein, dass es Jahre dauern wird, bis sich eine Veränderung
abzeichnet, aber eine ehrliche Untersuchung wird ergeben, dass das Fördern von
"safe sex" nur Zeit- und Geldverschwendung ohne Effekt ist. Lasst uns
Vertrauen haben! Vielleicht sind Sie die erste Person, mit der ein Jugendlicher
über Liebe und Enthaltsamkeit sprechen kann. Das kann einem Leben neue Inhalte
und Perspektiven geben.
STEHEN WIR DEM BÖSEN IN UNSERER GESELLSCHAFT
RATLOS GEGENÜBER?
Wer kennt nicht das Gefühl der Ratlosigkeit in
Anbetracht vieler Entwicklungen, die um uns herum stattfinden und die wir uns in
dieser Weise oft nicht wünschen? Wir müssen erkennen, dass wir jetzt an dieser
Stelle nicht im Stande sind, etwas dagegen zu unternehmen – oder doch?
Jedes Ereignis der Gegenwart ist ein Produkt von
Ereignissen der Vergangenheit; ebenso werden wir die Früchte von dem, was wir
heute tun, morgen, übermorgen, ...ernten. Auch die resignierende Haltung vom
"Erdenwurm, der keinen Wert hat, nichts kann, etc. ist weit verbreitet.
Dem möchte ich die Überlegung gegenüber
stellen, dass nichts auf dieser Erde geschieht - an guten wie an schlechten
Dingen - das nicht von Menschen getan wird: große Katastrophen und Kriege
wurden von einzelnen Menschen verursacht, wie z.B. durch Napoleon, Hitler, etc.
Aber auch jeglicher Fortschritt wurde von Menschen erzielt, die beseelt waren
von der Sehnsucht, Verbesserungen und Erleichterungen im Bereich des
menschlichen Lebens zu schaffen.
Warum nun gibt es das eine sowohl als auch das
andere - das Gute wie auch das Böse? Wir können in allen Weltreligionen
diesbezüglich Legenden finden, die einander in vielen Punkten ähnlich sind. Es
handelt sich sozusagen um Erinnerungen der Menschheit an Geschehnisse aus
längst vergangenen Zeiten.
Für uns ist der Sündenfall-Bericht aus der
Bibel am vertrautesten. Daher möchte ich in meinen Ausführungen darauf Bezug
nehmen. Im ersten Buch Mose 2:16-17 und 25 heißt es: "Und Gott der Herr
gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber
von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an
dem Tage, da du von ihm issest, musst du des Todes sterben. ...Und sie waren
beide nackt, der Mensch und sein Weib, und schämten sich nicht."
Dieses Gebot kann nun sehr wörtlich verstanden
werden, dass Gott dem Menschen unter Strafandrohung etwas verbietet, um seinen
Gehorsam zu testen. Wesentlich sinnvoller erscheint es jedoch, dies als eine
Empfehlung zu sehen, vielleicht als Hilfe sich besser entfalten zu können. So
gesehen ist das Essen von der Frucht eher symbolisch zu verstehen, wie auch
einiges andere in dieser Beschreibung des Sündenfalls. Auf alle Details
einzugehen, würde an dieser Stelle zu weit führen. Ich möchte nur auf einiges
im Verhalten von Adam und Eva, wie es in der Bibel beschrieben wird, aufmerksam
machen und die Frage stellen, wie weit können wir ähnliches auch in unserer
Zeit wiederfinden, oder sogar in uns selbst?
Wir wissen, wie der Bericht weiter- geht: Die
Schlange untergräbt zunächst das Vertrauen
Evas in das Wohlwollen Gottes, in die Sinnhaftigkeit des Gebotes. Letztlich
gelingt es ihr, Eva zum "Essen der Frucht" zu verführen. Und Eva tut
das gleiche an Adam. Der erste Punkt ist hier, dass es jemandem Außenstehenden
gelungen ist, die Vertrauensbeziehung zwischen Gott und dem Menschen zu
zerstören, die Eltern-Kind- Beziehung außer Kraft zu setzen. Wie viele Eltern
sehen ihre Kinder Einflüssen durch die Umgebung ausgesetzt, die sie sich nicht
wünschen und müssen sehr viel Energie darauf
verwenden, diese wieder auszugleichen.
Was war die Motivation der Schlange? Wenn wir das
Unglück ansehen, das in der Folge mit der Familie Adams geschah, dann hat es
sich zweifellos um eine schlechte Tat gehandelt und Adam und Eva waren sich
dessen auch voll bewusst. (Sie versteckten sich im Garten und schämten sich
ihrer Nacktheit, was sie zuvor nicht getan hatten.) So müssen wir annehmen,
dass die Schlange aus eher egoistischer Motivation heraus handelte, das eigene
Interesse in den Mittelpunkt stellte und nicht das Wohl des anderen. Zuerst hat
Eva und dann auch Adam dieses Verhalten angenommen und um der Sensation eines
Augenblickes willen ihre ganze Zukunft in Frage gestellt. Und nicht nur ihre
eigene Zukunft, sondern auch die ihrer Kinder und aller weiteren Nachkommen!
Gerade in der kleinsten Gemeinschaft, in der
Familie, sehen wir auch heute, wie zerstörerisch
ein nur auf sich selbst bezogenes Denken ist. Ohne die Bereitschaft, sich im
Interesse des Ganzen zu investieren, z.B. Familie bzw. jeder größeren Form der
Gemeinschaft, ist langfristig ein Bestehen einer solchen unmöglich. Damit sind
die Aussichten auf ein wirklich erfülltes Leben des einzelnen ebenfalls in
Frage gestellt.
Dass es gerade dieser familiäre Bereich, der
Bereich der intimsten Beziehungen ist, der in der Folge des Sündenfalles als so
gestört erscheint, mag als ein weiterer Hinweis für die wahre Bedeutung der
Frucht und das Essen dieser Frucht gelten.
Das Aufrechterhalten einer Partnerschaft und
einer funktionierenden familiären Gemeinschaft braucht ein hohes Maß an
persönlicher Reife; dann bedeutet Ehe und Familie Erfüllung und Segen. Sind
die notwendigen Voraussetzungen jedoch nicht gegeben, dann sind Unglück und
Chaos die Folge.
Auf einen letzten Punkt möchte ich an dieser
Stelle noch hinweisen: Auf das Verhalten von Adam und Eva, als Gott im Garten
Eden erschien, nach dem sie von der Frucht gegessen hatten. Beide versteckten
sich und machten sich Schurze. Als Gott sie diesbezüglich ansprach und fragte,
wer ihnen denn gesagt habe, dass sie nackt seien, war die Antwort Adams: Die
Frau, die Du mir gegeben hast, war es, die mich verführte. Eva sagte: Die
Schlange war es. Darauf hin erst "verfluchte" Gott die Schlange und
"warf Adam und Eva aus dem Paradies"- dies könnte man auch als ein
Aufzeigen der Konsequenzen interpretieren. Keiner der beiden war bereit,
Verantwortung für das Geschehene zu übernehmen, zu bereuen und alles
Notwendige zu unternehmen, um das, was geschehen war, wieder gutzumachen.
Wie schwer ist es doch auch für uns, sich für
eine Situation verantwortlich zu fühlen, vor allem dann, wenn wir nicht der
Hauptschuldige einer problematischen Entwicklung sind. Wie viele Beziehungen
scheitern daran, dass jeder wartet, bis sich der andere bzw. die Umstände
ändern, anstelle selber alles zu tun, um zu einer Verbesserung der Situation
beizutragen.
Renate Amesbauer
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