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Die Situation der Frauen in Afghanistan 2001 GLOBAL PEACE ASSEMBLY

Vom 14.-16.August 2001 fand in Taipei –TAIWAN die
“2001 GLOBAL PEACE ASSEMBLY “

statt

Diese Versammlung wurde im Taipei Grand Hotel, in Erinnerung an das Ende von WK II
abgehalten; Die Organisatoren waren ROC Vizepräsidentin Annette Lu, WFWP International(UN-NGO), Die „Association of World Citizens“(UN-NGO), „Taiwan Alliance for Global Peace“ und die „Federation for Worldpeace and Love“. Es gab noch weitere Sponsoren.

Die Konferenz konnte fünf Gewinner des Friedensnobelpreises, an die 60 internationale Gäste von hohem Rang und führende Persönlichkeiten des Landes begrüßen. 

Nachzulesen in der Homepage von WFWP International: www.wfwp.or.kr 

FROM WAR TO PEACE: Global Experiences and Inspirations 

F. W. De Klerk,

 ehem. Präsident von Süd Afrika, Friedensnobelpreisträger 

Ich wurde eingeladen um Ihnen die Erfahrungen, die wir im dramatischen Wandel, den unser Land in den vergangenen 10 Jahren durchlebte, machten mit zu teilen. Ich möchte aber gleich zu Beginn betonen, dass jeder Konflikt, oder potentielle Konflikt eine andere Situation darstellt. Jede hat ihre eigene Geschichte und Hintergründe und braucht daher einen eigenen Weg zur Lösung.

Dem zu folge möchte ich Sie bitten, unsere Erfahrungen in S-Afrika nicht eins-zu-eins auf Ihre Situation hier in Taiwan (o.a.) anzuwenden. Ich überlasse es Ihnen zu entscheiden, was für Sie von Bedeutung und anwendbar ist, und was nicht.

Vor nunmehr elf Jahren war S-Afrika in einem schier unlösbaren Konflikt gefangen. In der Tat - man kann sich keine Parteien vorstellen, die weiter voneinander entfernt waren, als die drei größten hier bei uns....... Jede Partei sah die andere nicht so, wie sie wirklich war, sondern durch die Augen der eigenen Propaganda..

Was machte es diesen dreien und den noch übrigen dreiundzwanzig möglich, diese ungeheuren Schluchten zwischen ihnen zu überbrücken? Ich möchte dazu ein paar Punkte nennen, in denen wir alle übereinstimmen konnten:

  • Ob wir einander leiden konnten oder nicht –es konnte keine langfristigen Lösungen geben, solange nicht  alle großen Parteien und alle Bevölkerungsgruppen unseres Landes einverstanden waren.

  • Unsere Probleme können nur durch Verhandlung und Gespräch gelöst werden; jeder Versuch irgendeiner Seite ihre Position den anderen aufzwingen zu wollen, würde nur in der Zerstörung unseres Landes und dem (gemeinsamen) wirtschaftlichen Fundament führen.

  • Um die Verhandlungen erfolgreich zu halten, werden mehrfach großzügige Zugeständnisse und schmerzhafte Kompromisse notwendig sein.

  • Wir werden die Bitterkeit der Vergangenheit überwinden-, und zu einer Versöhnung auf nationaler Ebene kommen müssen.

  • Wir brauchten eine starke Verfassung, die uns den notwendigen Rahmen für unsere neue Gesellschaftsordnung liefert; diese muss die Rechte und die Sicherheit aller Mitbürger unseres Landes garantieren. 

Unsere neue Verfassung und der arbeitsreiche Weg, der zu ihr führte, gibt ein Zeugnis davon, dass unter den richtigen Begleitumständen und mit einer ernsthaften Entschlossenheit aller Beteiligten selbst die verfahrendsten Konflikte auf einem friedlichen Weg, durch Verhandelung und Gespräch, gelöst werden können. Dies bedeutet, selbst in der hoffnungslosesten Situation gibt es einen Weg anders als durch Gewalt und Terror. Wie auch immer es lässt keinen Raum für ein „es sich gemütlich machen“. Es braucht einer sorgfältigen Beobachtung, damit es nicht plötzlich zu Entgleisungen kommt.

Den besten Beitrag, den wir selber in S-Afrika leisten können, ist mit Konzentration an der weiteren friedlichen Entwicklung unseres Landes zu arbeiten. Wir müssen darin fortfahren der Welt zu zeigen, dass es einen anderen Weg gibt, dass Gewalt und Kampf nicht unumgänglich notwendige Mittel sind; dass es friedliche Lösungen zu den verworrendsten aller Konfliktsituationen gibt. 

Blicken wir auf unsere Erfahrungen zurück, so können wir feststellen, dass folgende Punkte massgebend für den Erfolg unserer Verhandlungen waren:

Die gemeinsame Entschlossenheit eine Lösung durch Verhandlungen herbei zu führen
Vertrauen
Einen Zeitplan einhalten
Inklusivität: Verhandlungen, die nicht  a l l e  Parteien mit einschließen, sind wie ein Fußballspiel, bei dem eine Mannschaft fehlt.
Alle Personenkreise unterstützen
Persönlichkeit zeigen; die Hauptpersonen der Verhandlungsparteien müssen fähig sein gute persönliche Kontakte – aufgebaut auf gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit – zu entwickeln; sie müssen sich mit Geduld und großer Ausdauer um die fortwährend auftauchenden Schwierigkeiten und Hindernisse von beiden Seiten kümmern.
Hilfsmechanismen einbauen, wie z.B. en Zwei- Personen Komitee bestehend aus Senior Offizials, deren Aufgabe es ist in verfahrenen Situationen Lösungsvorschläge zu bringen etc...
Risikobereitschaft, Bereit sein, Risiken ein zu gehen.
Win/win Outcomes: Lösungen müssen für alle Beteiligten zumutbar sein, bzw. einen Gewinn darstellen, es müssen die Interessen und Bedürfnisse aller berücksichtigt werden. Einseitige Lösungen sind nicht von Dauer und belasten die weiteren Verhandlungen.

 Dies sind einige der Fakten, die es Süd-Afrika ermöglichten eine Vielrassengesellschaft /Demokratie auf friedlichem Weg zu entwickeln. Viele davon können nach meiner Ansicht in vieler Hinsicht als Anregung gelten.

In diesem Sinne wünscht Ihnen das Volk S-Afrikas Erfolg. Die Früchte des Friedens sind die Anstrengungen wert und all die Mühen und auch Frustrationen langer Verhandlungen. Der Preis von gewaltsam beantworteten Konflikten ist einfach zu hoch. Es ist die Herausforderung dieses Millenniums die vorhandene Konflikte friedlich zu lösen, und den Ausbruch neuer zu vermeiden.

(verfasst von WFWP Inter., ins dt. übersetzt von Renate Amesbauer)

 

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