Es war dies das Ergebnis einer mehr als einjährigen
Periode des sich kennenlernens und Planens eines derartigen Symposiums. Das
Comittee - on - Peace besteht aus Repräsentanten von ca. 30 internationaler
Organisationen, die an der UNO als NGO´s anerkannt sind. Die WFWP (Womans
Federation for Worldpeace) ist eine dieser Organisationen und ist in
Österreich als eingetragener Verein – „Österreichische Frauenföderation
für Weltfrieden“ tätig (seit 1992).Wir hatten im vergangenen Jahr mehrfach
Vertreter anderer Vereine des Comittees zu Vorträgen in unser
Innenstadt-Treff ( Herrengasse 8/10) eingeladen.
Nun zum Ende des Jahres ging es uns darum diese
Zusammenarbeit auch einem größeren Publikumskreis zugänglich zu machen- am
16. Dezember war es soweit!
Alle Anwesenden wurden von Inge KLIMAN begrüßt, die
uns auch durch das Programm begleitete.
Ein Spiritueller Auftakt kam von Reuben J. SILVERBIRD
– Botschafter der Native Americans in Österreich. Er sprach zu dem Thema:
„VIELE RELIGIONEN- EIN GOTT „– ein Lieblingsthema, da er sagt: Wenn
Menschen beten oder sich in sonst dem Allmächtigen, dem Großen Geist
zuwenden, blicken sie alle nach oben und sehen zum gleichen Himmel. Er selber
ist Nachkomme dreier Indianernationen (Apache, Navaio, Cheroki). Die Menschen
sehnen sich nach den gleichen Dingen, finden ihre Erfüllung in den gleichen
Dingen. So muss unser Ursprung doch der gleiche sein, mögen wir ihn auch
verschieden erleben. Einen zentralen Wert stellt für Reuben J.Silverbird die
Familie dar – dieser Ort, an dem ein Kind die Liebe seiner Eltern erlebt,
mag es ein Palast sein oder eine arme Hütte, es ist der größte Schatz für
das Leben eines jeden Menschen. Natürlich verließ uns Herr Silverbird, - der
Nativ Amerikaner ist und seit 2 Jahren in Österreich lebt- nicht ohne uns
eine Friedensbotschaft auf seiner Flöte zu hinterlassen. (Leider konnte er
nicht lange verweilen, da er noch am gleichen Abend ein eigenes Konzert in
Palais Palffi hatte.)
FRIEDENSERZIEHUNG „VOM KULT ZUR GEWALT ZUR
KULTUR DES FRIEDENS“ war - (und ist!) das Thema von Frau DDr. Susanne JALKA,
die eigens für diesem Vortrag aus dem vorweihnachtlichen Urlaub aus dem
Burgenland anreiste! Sie hat zu diesem Thema ein komplettes Programm für
Schulen (Unter- und Oberstufen) erarbeitet. Ihre Hauptaussage ist, dass wir in
einer Kultur leben, in der Streit verpönt ist. ( Streitet nicht ! Hört auf
mit der Streiterei! Nur kein Streit.........) So wird viel Wichtiges unter den
Tischgekehrt, bleibt unausgesprochen, es kommt zu keiner wirklichen – alle
Beteiligten - zufriedenstellenden Lösung. Irgendwann geschieht dann eine
große Eskalation, und alles das man mühsam zusammen zu halten versuchte
fällt auseinander! Tatsache ist, dass gestritten wird- überall und in jedem
Alter. So sieht Frau DDr. JALKA es für überaus wichtig eine Streitkultur zu
entwickeln, zu lernen wie man streitet. Sie bringt hier ihren gesamten
Erfahrungsbereich als Psychiatrie und Psychotherapie ein, da sie Gesunden
Hilfestellung geben möchte, und nicht erst bei Krankheitssymptomen
therapieren. In ihrem Programm lehrt sie, sich beobachten zu lernen, die
Stufen der Streitentwicklung zu durchschauen und die entsprechenden Maßnahmen
zu ergreifen lernen, bevor es zu einer unwiderruflichen Eskalation kommt......
Die Worte von Frau DDr. JALKA stießen beim Publikum auf
großes Interesse; dies mag wohl auch an der Allgegenwärtigkeit dieses Themas
gelegen sein.