BRÜCKE  des  FRIEDENS   

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BRÜCKE DES FRIEDENS
zwischen Österreichischen und Slowakischen Frauen

Veranstaltung der Österr. Frauenföderation f. Weltfrieden

Am Samstag den 9. Juni fand ein Freundschaftstreffen zwischen Österreich und der Slowakei statt; es war dies eine Fortsetzung einer Reihe solcher Veranstaltungen mit unseren Nachbarländern, die 1995 mit einem Treffen "Österreichischer und Tschechoslowakischer" Frauen begann.

Nach Kroatien, Bosnien, Slowenien, Ungarn und Italien drängte es nun die Slowakinnen nach Wien zu kommen!

Samstag kurz nach 10:00 morgens stand ein Bus mit etwas mehr als 30 Frauen aus Bratislava, Nitra und Umgebung in Wien, Seidengasse; wir hießen sie in unseren Veranstaltungsräumen herzlich willkommen!

Gleich beim Eingang durfte jede Teilnehmerin eine Mappe mit einer Nummer ziehen, und es begann die aufregende Suche nach der "Schwester"! Das Stimmengewirr nahm zu, als man bald darauf in gebrochenem Deutsch, slowakisch, russisch, ungarisch, englisch,.. miteinander Kontakt aufzunehmen begann!

Die Einführung durch die Präsidentinnen der Frauenföderation beider Nationen: Dr. Maria Riehl und Esther Tschalenkova rief die Geschichte und Bedeutung dieser internationalen Freundschaftstreffen in Erinnerung:

Sie hatten 1994 – für uns in Europa unbemerkt –zwischen Korea und Japan begonnen (Korea wurde bis zum zweiten Weltkrieg durch 40 Jahre von Japan grausam unterdrückt.....). Sie wurden dann zwischen Japan und USA fortgesetzt ( Es gab zahlreiche Konferenzen mit jeweils 3-400 Schwesternpaaren) und von dort erreichte die Idee Europa, wo es in den Jahren darnach zahlreich dieser Konferenzen vor allem auch zwischen Ländern, mit von der Vergangenheit her belasteten Beziehungen, gab( siehe auch Artikel "Brücke des Friedens" ein soziologisches Hilfsmittel zum Frieden). Sie haben recht gelesen, es geht vor allem um die Erneuerung der Beziehungen zwischen den Nationen, die miteinander Krieg führten – vor langer oder kürzerer Zeit- um auf eine gemeinsame und friedliche Zukunft hin zu steuern. Ein Anliegen, das uns als Frauen sehr verbindet, vor allem auch in Hinblick auf unsere Kinder!

Wir Frauen haben offenbar die Sehnsucht, offen und ehrlich miteinander zu sprechen, so zu sagen von "Herz zu Herz", und so kamen im Verlauf der Konferenz durch – häufig sehr spontan dargebrachte Lebenszeugnisse – viele der engen Verknüpfungen beider Länder zutage. Auch singen Die Slowakinnen scheinbar gerne, so wurden unsere Herzen schon vor dem Mittagessen von ihren herzerwärmenden Liedern berührt! Wir von der Österr. Frauenföderation tun uns nicht ganz so leicht, da sehr viele eingeheiratete Frauen aus dem Ausland unter uns sind, aber auch wir fanden ein paar gemeinsame Lieder, und waren zuletzt selbst überrascht wie vielstimmig und doch harmonisch unser "Chor" klang!

Nach einem Mittagesse aus chinesischer Küche ging es auf zur Stadtrundfahrt! Wie ich hörte wurde unsere Gruppe beim Aussteigen in der Innenstadt von Fallschirmspringern und Blasmusik empfangen! Unsere Freundinnen fühlten sich von der Stadt Wien persönlich in Empfang genommen.

 

Nach Kaffe und Kuchen ging es Weiter mit dem Festakt – wir überschritten die "Brücke des Friedens" – jede Dame mit einer Rose in weiß oder rose in der Hand als symbolisches Geschenk für ihre neue Schwester. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich sogar für die jüngsten Damen Partnerinnen gefunden, und so war die Freude groß. 
Viele hatten ein wirklich spezielles Erlebnis mit ihrer Schwester und gemeinsam waren wir glücklich, so viele Frauen (auch Männer waren unter uns) beinander zu sein, denen Frieden und Wohlergehen nicht nur der eigenen Familie, sondern auch unserer Umgebung und unserer Nationen ein ernstes Anliegen ist!
Ich selbst hatte buchstäblich das Gefühl unser gemeinsamer Gott ("Eltern") im Himmel trägt uns auf Händen, und ich war nicht die einzige, bei der zwischendurch die Tränen flossen.
Das bunte Musikprogramm wurde wirklich ein solches, durch viele spontane Einlagen, nicht zuletzt wegen eines Geburtstages der Ältesten in unseren Reihen: Margita Vrabelova´, die am nächsten Tag 70 Jahre alt wurde und so etwas wie eine Stamm-Mutter der slowakischen Frauenföderation darstellt.

Wolfgang Zewe und Ilse Steiner sorgten mit Geige und Zieharmonika für die Art von Polka- und Walzermusik, die kaum jemanden auf dem Stuhl sitzen ließ, und so wurde bei einem "Tanz mit der Schwester" schließlich Abschied genommen – kurz vor 22:00.

Natürlich nicht ohne viele Versprechen, einander bald wieder zu sehen; und einige davon werden bestimmt wahr werden.

Bericht von Renate Amesbauer

 

Mit Herz und Hand ist die Online Zeitschrift der 
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Redaktion: Renate Amesbauer
Freie Mitarbeit: Mag. Maria Pammer, Ingrid Hauseder,  Therese Heitzinger,

 

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