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Mag.
Maria Pammer
Lebenslauf
Als ich damals mit Freundinnen die Statuten für die FFWF Österreich
ausarbeitete, beschäftigte mich sehr die Frage, was macht das „wahre
Frausein“ aus. Man hört und liest oft von sogenannten „Powerfrauen“. Dabei
wird meiner Meinung nach aber selten unsere „wahre Power“ hervorgekehrt. Ich
bin überzeugt, wenn wir als Ehefrau und Mutter unsere „Frau stellen“, haben
wir mehr Einfluss auf die Zukunft unserer Gesellschaft, auf das Wohl
zukünftiger Generationen und den Weltfrieden, als mit einer Karriere in
irgendeinem anderen Beruf.
Ich
wollte in meiner Jugend immer die Gleichwertigkeit von Mann und Frau unter
Beweis stellen und schloss vor ca. 30 Jahren das Physik- und
Mathematikstudium ab. Damals wählten noch nicht so viele Frauen die
Studienrichtung Physik als Hauptfach. Auch bei der Forschungsstelle am
Gletscher auf 3000 m Höhe und beim Bergsteigen wollte ich die
Leistungsfähigkeit der Frau zeigen und dass wir Kameradinnen sein können.
Seit 1982 bin ich mit Friedrich Pammer verheiratet. Nach der Geburt des
zweiten Kindes änderte sich einiges in unserem Leben, als wir erfuhren, dass
es behindert ist. Es war für mich keine Frage, den Lehrberuf, in den ich
mich gerade gut eingearbeitet hatte, aufzugeben und nun für die Kinder,
speziell für unseren zweiten Sohn da zu sein und ihm auf seinem Weg ins
selbständige Leben zu helfen. Darauf möchte ich in diesem Rahmen nicht näher
eingehen, sondern auf den ersten Artikel in der Rubrik „Familie“ verweisen.
Zwei Triebfedern spielen in meinem Leben eine Rolle, die Suche danach,
Naturgesetze (Wissenschaft) und geistige Gesetze (Religion) zu vereinen und
die Suche nach dem Echten und Wahren, vor allem auch in den Beziehungen zu
anderen Menschen. Deshalb musste ich immer wieder gegen den Strom schwimmen,
auch in den letzten Jahren, als ich mich für den häuslichen Unterricht
meiner Kinder entschied. Oft belächelt und mit sehr wenig Zeit für
persönliche Bedürfnisse, möchte ich trotzdem diese Zeit nicht missen und bin
froh, diesen Weg beschritten zu haben. Ich möchte alle Frauen ermuntern,
nicht um Gleichberechtigung zu kämpfen, sondern selbstbewusst zu sein und
auf die innere Stimme zu hören.
Obwohl ich mich auch immer wieder neben Beruf und Familie für
gesellschaftliche Projekte, wie z. B. im Vorstand des Menschenrechtsvereins
„Forum Ost“, als Initiatorin der PWPA-Austria (Akademische Vereinigung zur
Förderung des Weltfriedens) und eben in der FFWF-Österreich engagierte,
möchte ich zusammenfassend sagen, dass ich zu folgender Erkenntnis gekommen
bin: Der wirklich bleibende Wert, auch noch über den Tod hinaus, liegt in
der ehrlichen Beziehung zum Ehemann und zu den Kindern, sowie zu den eigenen
Eltern und Mitmenschen. Ich bin Gott sehr dankbar, dass er das Universum so
weise geschaffen hat: Jeder Mensch hat die Sehnsucht, Großartiges zu
schaffen und einzigartig zu sein. Es kann jedoch nicht jede Frau Präsidentin
oder Firmenchefin werden, aber jede Frau kann Mutter werden. Auch wenn
physische Probleme existieren, gibt es die Möglichkeit einer Adoption. Und
Mutter (Eltern) ist wirklich die großartigste Position im Universum.
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