Ich bin Gründungsmitglied der ÖFFW, unsere
Arbeit begann im Februar 1992. Mich begeisterte die neue Tätigkeit, weil wir uns als Frauen die Chance gaben unseren Fähigkeiten entsprechend ( in der Gesellschaft) zu wirken und so unsere Potentiale zu entfalten. Ich war zu der Zeit seit fast 10 Jahren verheiratet, war aber durch mehrjährige Auslandstätigkeit bedingt, viel von meinem Mann getrennt gewesen. So war unser "Familienleben" erst wenige Jahre alt; (unsere ältere Tochter war 1990 geboren). Doch in dieser Zeit hatte ich erkannt, dass ich – obwohl ich bis dahin ein sehr selbständiges Leben geführt hatte – ganz schön unter den Druck einer patriarchalischen, ländlichen Denk – und Verhaltensweise geriet! Mein Mann (Jahrgang 1956) kommt aus der Oststeiermark, seine Mutter war immer zu Hause gewesen und hatte für Haushalt und eine kleine Landwirtschaft gesorgt. Sein Vater war Handwerker gewesen. Eine Frau, die außerhäusliche Interessen hatte, ihr Kind (bzw. Kinder) in die Obhut von Freundinnen gab, oder an alle möglichen Orte hin mitnahm, erzeugte eine Art Existenzangst in meinem Mann. Und das, obwohl wir im Grunde die gleichen Ziele bei unserem Engagement über die Familie hinaus verfolgten (und immer noch verfolgen). Ich bin Jahrgang 1955 (ich komme aus einer Tradition großer Generationensprünge) und bin ebenso in einem konservativ – patriarchalischen Lebensstil (in Wien) aufgewachsen. Ich war nicht damit einverstanden, geprägt hat er mich aber doch. Für mich war dies eine neue Freiheit – wir Frauen können tun, was und wie wir es uns vornehmen – kein Mann kann in unsere Entscheidungen eingreifen ( wir arbeiteten wohl mit Männern zusammen; als Berater, Vortragende etc.) – dies gab mir ein neues Lebensgefühl: Endlich schien unsere Zeit als Frauen gekommen! Wir erlebten auch sehr positives Feedback von vielen Seiten. Ich war nie gegen Männer – auch nicht gegen meinen eigenen (obwohl er es sicher manchmal so empfand!), ich spürte nur einen enormen Aufholbedarf, als Frau wirklich das ganz sein zu können, was ich eigentlich war, alle meine Qualitäten einsetzen zu können (für eine wertvolle Sache), Kreativität, Konstruktivität, etc. (nicht nur zu helfen und unterstützend, wie so oft.) Ein Satz, der unsere Arbeit prägt, ist: "Wir sind den Männern im Wert gleich, aber im Wesen verschieden!" Unsere wahre Identität können uns nicht andere vermitteln (auch nicht unsere Männer) sondern nur unser Ursprung (Gott) – von dort können wir ein tiefes Bewusstsein dafür bekommen, wer wir wirklich sind. Ein weiterer Satz, der den Inhalt unserer Arbeit beschreibt, ist: "Die (innere) Heilung der Frau ist der erste Schritt zu einer Heilung der Familie und der Gesellschaft". Wenn ich mich als Frau weiter entwickle um einmal "voller und ganzer" zuwerden, dann empfängt auch mein Mann dadurch Impulse für seine Entwicklung zu einem "wahren Mannsein". Eine große Hoffnung, die sich für mich mit der Frauenföderation verbindet, ist die, dass wir einander als Frauen soweit unterstützen und anregen können, dass wir die unvermeidlichen Hürden und Entwicklungsprozesse einer Ehe erfolgreich durchstehen können. Ehe ist für mich etwas Einmaliges und für die Ewigkeit bestimmt. Eheliche Liebe ist nicht teilbar (im Gegensatz zur Elternliebe, die sich auf viele Kinder erstrecken kann, ohne das ein Kind seinen Wert den Eltern gegenüber verliert!). Aber die eheliche Liebe braucht viel Investition, und auch Fortbildung (um einander´s – geistige – Hintergründe besser zu verstehen, etc.). Sie ist aber das Rückenmark der Familie, und gesunde Familien sind es, die jeden Staat und jede Kultur aufrecht erhalten! Reger Kontakt mit engagierten Frauen anderer Vereine, Politik, etc. hat und immer von der Notwendigkeit unserer Arbeit bestätigt! Es hat uns auch gezeigt, dass die weiblichen/ mütterlichen Aspekte in unserer Gesellschaft wenig präsent sind, obwohl sie es sind, die vielen Problemen endlich zu einer Lösung verhelfen könnten. (z.B. statt "Konkurrenz" und Machtkampf, ein fruchtbares Miteinander, denn jeder hat seine/ ihre berechtigten Erkenntnisse und Fähigkeiten; alle gemeinsam könnten vielleicht zu wirklich guten Ideen und Lösungen kommen. Wie in einer Familie: Jeder ist wertvoll – obwohl jeder anders ist.) So ist es ein vorrangiges Ziel der ÖFFW eine Ethik zu entwickeln und vertreten, die es möglich macht, Menschen aller Nationen, Religionen, Rassen und Kulturen miteinander zu verbinden nach dem Bild einer Weltfamilie. Wir arbeiten in form von "Kaffeerunden, Abendveranstaltungen, Seminaren und Tagungen, Teilnahme an nationalen und internationalen Konferenzen; Mitarbeit als NGO an der UNO. Eine wertvolle Errungenschaft der letzten Zeit ist unsere Webseite, die die Nachfolge unserer regelmäßig erscheinenden Zeitung angetreten hat. Ich lebe in Wien - Inzersdorf; wir haben 4 Kinder – ein fünftes ist auf dem Weg. Beruflich arbeitete ich zuletzt als Ergotherapeutin in einem Pensionistenwohnhaus – mit Menschen , die zwischen 80 und hundert Jahre alt sind. Renate Amesbauer renate.amesbauer@herzundhand.at | ||||
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Mit Herz und Hand ist die
Online Zeitschrift der Die Österr.
Frauenföderation für Weltfrieden (OEFF) (Z.V.R.
367192876)
arbeitet als nicht-staatliche Organisation mit allgemein beratendem Status beim
Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen, The Women's Federation for World Peace - Austria (WFWP-Austria) is registered in Austria as a not for profit organisation (Die Österr. Frauenföderation für Weltfrieden) with registration number: Z.V.R. 367192876. WFWP-Austria is the Austrian local chapter of WFWPI an NGO in general consultative status with the Economic and Social Council of the UN and in association with UN Department of Public Information. www.wfwp.org
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