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T I B E T - bedrohtes LandDies war der Titel einer 2teiligen DIASCHAU in unserem Innenstadttreff, vorgetragen von Herrn Dr. Rudolf Zimmermann und seiner Frau. Das Ehepaar hatte das Land mehrfach bereist und Land und Leute verstehen und lieben gelernt. Als Zuschauer sind die Schilderungen zutiefst berührend; ein Leben in solch kargen Umständen: in bis zu 4000m Seehöhe und darüber, ohne Baum und Strauch, nur einzelne Grashalme und kleinsten Blümchen. Das einzige Brennmaterial ist sorgfältig gesammelter Tierdung, getrocknet und säuberlich in Arten – Jak oder Ziege- sortiert. Der Tierbestand wird genau nach Dichte des Graswuchses in einer Gegend bestimmt. In einigen Landstrichen kann eine bestimmte Art von Gerste angebaut werden, die in 3 Monaten (so lange dauert der Sommer) reif wird. Die Menschen leben von den Milchprodukten von Jak und Ziege: getrockneter Käse, Butter im heißen Tee (das wärmt zugleich) und nur weniges mehr. Das Ehepaar reiste 3 Wochen lang mit einer kleinen Expedition über das Hochland von Tibet und trafen nur wenige Menschen. Vor allem gibt es keine Infrastruktur, nur befahrbare Pisten. Man muss deshalb die gesamte Versorgung mitnehmen, Personen, die ortskundig sind und eine genügende Zahl an Autos, inklusive eines Lastwagens für die Verpflegung, und natürlich den Treibstoff. Die Fahrer sind zugleich Mechaniker, denn fast ständig muss etwas repariert werden. Und jeden Abend sind alle erleichtert, wenn am Zielort die erwartete Wasserstelle tatsächlich auch vorhanden ist! (Sie könnte inzwischen ausgetrocknet sein) Andererseits könnte ein plötzlich einsetzender Regen das Weiterfahren für einige Zeit unmöglich machen; damit würde die Versorgung in Frage gestellt. Zum Glück ist dieser Gruppe außer einer verpassten Wasserstelle und den üblichen kleinen Pannen mit den Fahrzeugen nichts gefährliches passiert. Sie trafen vereinzelt auf Klöster, die, einst riesengroß, in der Kulturrevolution zerstört wurden. Manche „dürfen“ wieder benützt werden, aber es kann nur ein kleiner Bereich wieder aufgebaut werden, mit bescheidenster Innenausstattung weil für mehr kein Geldvorhanden ist. Es leben auch nur mehr jeweils ein oder zwei Mönche darin, im Vergleich zu früher wo es oft bis Hundert und mehr waren. So nebenbei erfährt man auch noch andere Einzelheiten der Repressalien, die diese Menschen durch die chinesische Besetzung zu erleiden haben. Oft sind diese- mehr oder weniger geschickt- getarnt um so die Welt im Unklaren zu lassen, über das was tatsächlich geschieht. In einem Jahr wurde statt der bewährten Gerste auf Anordnung der Chinesen Weizen angebaut; dieser wurde nicht reif, weil die Wärmeperiode zu kurz war. Es gab eine Hungersnot in der Tausende Tibetaner starben, die dort lebenden Chinesen ließen sich von ihren Landsleuten ernähren. Tibeter Erfahren keinerlei wie auch immer geartete Unterstützung; sie dürfen ihre Religion nur beschränkt ausüben; ein Bild des Dalai Lamas zu besitzen kann bis zur Verurteilung wegen „ staatsfeindlicher Aktivität“ und zu schwerwiegenden Folgen für die ganze Familie führen. Die Tibetischen Häuser werden abgerissen „ weil sie baufällig sind“ und durch chinesische „moderne „ Betonbauten“ ersetzt. Usw. usw. Dennoch, dass bewundernswerte an diesen Menschen ist: Sie strahlen, sehen glücklich aus, sind dankbar für kleine Geschenke (z.B. Ein Bild vom Dalai Lama, das man ihnen aber auch nur versteckt geben darf, und vom D.L. gesegnete Kügelchen, die sie wie eine Medizin verwenden, etc.). Obwohl das Wasser so knapp ist sehen sie nicht schmutzig oder ungepflegt aus. Die Frauen tragen stolz ihren Reichtum in Form von Türkisen und anderen wertvollen Steinen als Haarschmuck zusammen mit farbenprächtiger Kleidung aus Jakhaaren, und sind auch sonst sehr selbstbewusst und selbstbestimmt. Die Gesichter glänzen wegen einer Fettschicht auf der Haut, die, sowie das Fett in den Haaren, vor Kälte und der hohen UV Strahlung schützt. Eine tiefe Religiosität liesse diese Menschen in den von der Natur gegebenen einfachen Lebensumständen glücklich sein, sei es nicht um die ständigen Bedrohung im Hintergrund. Sind das nicht Dinge, die uns zum Nachdenken auffordern! Das Ehepaar Zimmermann hat selbst zwei Patenkinder im Tibetischen Kinderdorf und leitet den Verein SAVE TIBET Österreichische Gesellschaft zur Hilfe an das Tibetische Volk 1170 WIEN, Lobenhauerngasse 5 Tel: 01/484 90 87, Fax:01/ 484 90 88 Email: save.tibet@gmx.at Kommen Sie zum Fünf-Uhr-Tee! Jeden Montag 17.00- 19.00 BLICK ZURÜCK: ...............Nach dem Sturz der Mandschuhs in Jahr 1913 erklärte der 13. Dalai Lama die Wiederherstellung der vollständigen Unabhängigkeit Tibets. Tibetische Diplomaten reisten mit eigenen Pässen weltweit und nahmen an internationalen Konferenzen teil. Der damalige 13. und der heutige 14. Dalai Lama bemühten sich um Reformen der von feudalen Strukturen geprägten theokratischen Gesellschaft. 1950 marschierte die chinesische Armee in Tibet ein, Apelle der tibetischen Regierung an die UNO blieben ohne Ergebnis. 1951 wurde Tibet das 17- Punkte-Abkommen aufgezwungen, das hieß, Tibet wurde von China annektiert, sollte aber innere Autonomie behalten. Tatsächlich griffen die Besatzer aber immer mehr zu Gewalt, um die Tibeter zu „befreien“ und sie zu „Reformen „zu zwingen. Der Widerstand wuchs unaufhörlich. Am 10. März 1959 begann in LHASA ein großer Volksaufstand. Der damals 25-jährige Dalai Lama floh nach Indien. Der Aufstand wurde von den Chinesen blutig niedergeschlagen, Zehntausende Tibeter wurden getötet. 100.000 Tibeter folgten dem Dalai Lama ins indische Exil, wo im Himalayastädtchen Dharamsala. Die tibetische Exilregierung, die Verwaltung und viele Flüchtlinge vorläufig eine Heimat fanden. Bis jetzt flüchten TibeterInnen über die Grenze nach Indien und Nepal, in der Hoffnung auf ein Leben in Würde und Freiheit. Angesichts der verzweifelten Lage des tibetischen Volkes und aus Besorgnis um das Überleben eines gesamten Volkes und seiner Identität und Kultur wurden in vielen Ländern Tibet-Hilfe Organisationen gegründet. Unsere Hauptaufgaben sind die Information der Bevölkerung, der Politiker und der Medien über die tatsächliche Situation in Tibet, sowie das Sammeln von Unterschriften für Petitionen und Spenden für die direkte Hilfe an die tibetischen Flüchtlinge, die noch immer täglich meist völlig mittellos in Indien und Nepal ankommen. „Ich freue mich, zu menschen zu sprechen, deren ernsthaftes anliegen es ist, eine gerechtere Welt zu schaffen. Wenn Sie sich wirklich für mehr Gerechtigkeit einsetzen, werden sie mit Fehlschlägen rechnen müssen. Unsere Welt braucht die Bemühungen und den Mut jedes Einzelnen.“„wo immer Menschen daran gehindert werden , nach glück zu streben, werden sie unzufrieden sein, und das ist ursache von Konflikten...“ „...die anliegen eines noch so kleinen volkes müssen von allen gleich ernst genommen werden.“ Seine Heiligkeit der XIV.DALAILAMA Bericht zusammengestellt von Renate Amesbauer
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