BRÜCKE  des  FRIEDENS   

weitere Artikel:
Building Bridges to Bethlehem Schritte der Wiederherstellung
Deutschland - Österreich - Weimar 2007 Versöhnung von Schwarz und Weiss in Südafrika
Österreichisch - slowenisches Freundschaftstreffen Österreichischen und Slowakischen Frauen
Deutschland - Österreich - CR - SK - Melk 2006 Thema Todesstrafe
Deutschland - Österreich - Bingen 2005 Schwesternschaft „lebendig“ erhalten 
Deutschland - Österreich Partnerships for Peace
Internationale Dekade für eine Kultur des Friedens  Innere Versöhnung 
 
Integration
Überwindung kultureller Grenzen

Frau Etenesh Hadis
Präsidentin der Afrikanischen Frauenorganisation Wien

VERSÖHNUNG VON SCHWARZ UND WEISS IN SÜDAFRIKA

Frau Malema schilderte in berührender Weise die Entwicklung in ihrem Land seit der Aufhebung der Rassentrennung. Eine der gefürchtetsten Folge dieses Endes der Appartheid war der aufgestaute Hass auf Seiten der Schwarzen, wie auch der Weißen. Die wohl einzigartige Lösung in dieser Frage war wahrhaftig eine dem Frieden dienliche!: Es wurden im ganzen Land Beschwerdestellen eingerichtet, zu denen jeder kommen konnte, dem zu irgendeinem Zeitpunkt Leid durch Verschuldung einer anderen Person wiederfahren ist: Der Täter wurde dann ausgeforscht und sollte sich unter Straffreiheit der Anklage stellen; es wurde versucht den Tatbestand fest zu stellen und der Täter sollte für seine Tat Reue empfinden, und sich dafür entschuldigen; es sollte ihm ehrlich leid tun.

Damit konnten Ressentiments ausgesprochen werden und die Sache bekam kein Übergewicht als Folge jahrelanger, aufgestauter Haßgefühle. Diese Einrichtungen liefen über 4 Jahre hinweg; das ärgste scheint nun überstanden.

Integration -
Überwindung Kultureller Grenzen

Frau Etenesh Hadis, Präsidentin der Afrikanischen Frauenorganisation in Wien berichtete auch aus ihren eigenen Erfahrungen als jemand, der in einem "fremden" Land lebt; sie meint: Wichtig ist, dass man sich auf die Kultur des Landes einstellt, weiß, dass man der "Gast" ist. Anderseits ist natürlich auch eine offene Haltung von Seiten des "Gastlandes" hilfreich und wünschenswert. Letztlich können beide auch voneinander etwas lernen, bzw. Anregungen erhalten!

Frau Hadis ist überdies in ihrer Organisation sehr aktiv in einer Bewegung gegen die Genitalverstümmelung der afrikanischen Frauen tätig, die noch in vielen Ländern sehr verbreitet ist.

Frau Hadis brachte ein Geschenk für die Gastgeber mit - ein grünes Seidentuch. Grün ist in ihrem Land die Farbe des Friedens und der Zuversicht auf eine gute Zukunft.

Überraschend folgte der erste Botschaftssekretär der Südkoreanischen Botschaft Herr Chung unserer Einladung um über

Die Entwicklung zur Vereinigung von Nord und Südkorea

zu sprechen. Er schilderte wie nach den Jahrzehnten ständiger Angst vor einem neuerlichen Angriff Nordkoreas auf den Süden sich ganz langsam so etwas wie ein Vertrauen entwickelt, dass beide Seiten an einem dauernden Frieden interessiert sind! Nordkorea ist um seiner Menschen willen auf die Hilfe des Auslandes und die Unterstützung seines südlichen Bruders angewiesen. Bereits zweimal konnten Familienzusammenführungen durchgeführt werden - jeweils in begrenzter Zahl. Die Glücklichen wurden durch das Los bestimmt Herr Chung betonte ausdrücklich, dass es keiner der beiden Seiten um eine Vereinnahmung des anderen ginge, sondern Südkorea möchte das Seine dazu beitragen um den verarmten Norden auf die Beine zu helfen, um so als gleichwertige Partner einander gegenüber zu stehen. Mehrmals betonte Herr Chung, dass sie, um erfolgreich in ihren Bemühungen sein zu können, unbedingt weiterhin auf weltweite Unterstützung angewiesen sind.

Herr Chung bedankte sich für die Möglichkeit über diese essentielle Sorge seines Landes vor so aufmerksamen Zuhörern sprechen haben zu können. Der Applaus des Publikums war wohl zugleich ein Ausdruck von Erleichterung und großer Hoffnung, dass es auf diese Art weitergehen könne.

Zur Entspannung folgte eine musikalische Einlage: Hyo Jin LEE, eine 16 jährige Studentin spielte Stücke von Franz Schubert auf dem Klavier.

Nach einer wohlverdiente Kaffeepause ging es weiter mit Beiträgen aus dem Comitte of Peace:

1) International Committee for European Security and Cooperation

2) OMEGA, Austrian Doctors against Nuclear War

3) Soka Gakkei International

4) SERVAS International

5) International Council on Alcoholand Addictions

6) Bahai International

7) Help Age International

8) Womens International Democratic Federation

9) Österreichische Frauenföderation für Weltfrieden

Diese Kurzbericht zeigten etwas von der Vielfalt der Arbeit für den Frieden, von der man allzu oft allzu wenig weiß!

Nach so vielen Worten drängte es danach, sich Taten zu zuwenden, und so folgte der 
FESTAKT: "DIE BRÜCKE DES FRIEDENS"
zu der alle Anwesenden herzlichst eingeladen wurden.

Das für uns erstaunliche war die Freude und Begeisterung mit der diese Zeremonie begrüßt und aufgenommen worden war, und auch durchgeführt werden konnte! Es stellten sich die Gäste zu beiden Seiten der Bühne an und traten nun Paar für Paar auf die Bühne und aufeinander zu. Eine Rose und ein Versprechen Friedensstifter zu sein, wurden überreicht. Mit Spannung wurde bereits gezählt, welche/r der Personen in der Reihe gegenüber wird wohl mein/e PartnerIn sein!

Die Zeit danach beim Büffet verlief wie im Flug; bis spät am Abend wurde angeregt geplaudert.

Renate Amesbauer

FRIEDENSVERSPRECHEN

LET THERE BE PEACE ON EARTH

AN LET IT BEGINN WITH ME

· Durch diesen Festakt möchte ich gemeinsam mit meinem Partner eine Brücke des Friedens und der Versöhnung zwischen unseren Kulturen, Nationen, Religionen etc. bilden.

· In meiner Sehnsucht nach Frieden möchte ich ein Friedensstifter sein in allen Bereichen des menschlichen Seins: Meiner Familie, Nachbarschaft, Gesellschaft und Nation.

· Ich werde zum Aufbau einer Kultur des Friedens beitragen.

· Ich werde jeden Menschen dem ich begegne als eine Schwester/ einen Bruder der gemeinsamen Menschheitsfamilie anerkennen.

 

 

Mit Herz und Hand ist die Online Zeitschrift der 
Österreichischen Frauenföderation für Weltfrieden

Redaktion: Renate Amesbauer
Freie Mitarbeit: Mag. Maria Pammer, Ingrid Hauseder,  Therese Heitzinger,

 

Die Österr. Frauenföderation für Weltfrieden (OEFF) (Z.V.R. 367192876) arbeitet als nicht-staatliche Organisation mit allgemein beratendem Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen,
ist ein Teil der Internationalen WFWP (NGO in general consultative status with the Economic and Social Council of the UN) www.herzundhand.at

The Women's Federation for World Peace - Austria (WFWP-Austria) is registered in Austria as a not for profit organisation (Die Österr. Frauenföderation für Weltfrieden) with registration number: Z.V.R. 367192876. WFWP-Austria is the Austrian local chapter of WFWPI an NGO in general consultative status with the Economic and Social Council of the UN and in association with UN Department of Public Information. www.wfwp.org

Kontaktadressen  Newsletter