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VERSÖHNUNG VON SCHWARZ UND WEISS IN
SÜDAFRIKA
Frau Malema schilderte in berührender Weise die
Entwicklung in ihrem Land seit der Aufhebung der Rassentrennung. Eine der
gefürchtetsten Folge dieses Endes der Appartheid war der aufgestaute Hass auf
Seiten der Schwarzen, wie auch der Weißen. Die wohl einzigartige Lösung in
dieser Frage war wahrhaftig eine dem Frieden dienliche!: Es wurden im ganzen
Land Beschwerdestellen eingerichtet, zu denen jeder kommen konnte, dem zu
irgendeinem Zeitpunkt Leid durch Verschuldung einer anderen Person wiederfahren
ist: Der Täter wurde dann ausgeforscht und sollte sich unter Straffreiheit der
Anklage stellen; es wurde versucht den Tatbestand fest zu stellen und der Täter
sollte für seine Tat Reue empfinden, und sich dafür entschuldigen; es sollte
ihm ehrlich leid tun.
Damit konnten Ressentiments ausgesprochen werden und die
Sache bekam kein Übergewicht als Folge jahrelanger, aufgestauter Haßgefühle.
Diese Einrichtungen liefen über 4 Jahre hinweg; das ärgste scheint nun
überstanden.
Integration -
Überwindung Kultureller Grenzen
Frau Etenesh Hadis, Präsidentin der Afrikanischen
Frauenorganisation in Wien berichtete auch aus ihren eigenen
Erfahrungen als jemand, der in einem "fremden" Land lebt; sie meint:
Wichtig ist, dass man sich auf die Kultur des Landes einstellt, weiß, dass man
der "Gast" ist. Anderseits ist natürlich auch eine offene Haltung von
Seiten des "Gastlandes" hilfreich und wünschenswert. Letztlich
können beide auch voneinander etwas lernen, bzw. Anregungen erhalten!
Frau Hadis ist überdies in ihrer Organisation sehr aktiv
in einer Bewegung gegen die Genitalverstümmelung der afrikanischen Frauen
tätig, die noch in vielen Ländern sehr verbreitet ist.
Frau Hadis brachte ein Geschenk für die Gastgeber mit -
ein grünes Seidentuch. Grün ist in ihrem Land die Farbe des Friedens und der
Zuversicht auf eine gute Zukunft.
Überraschend folgte der erste Botschaftssekretär der
Südkoreanischen Botschaft Herr Chung unserer Einladung um über
Die Entwicklung zur Vereinigung von Nord und Südkorea
zu sprechen. Er schilderte wie nach den Jahrzehnten
ständiger Angst vor einem neuerlichen Angriff Nordkoreas auf den Süden sich
ganz langsam so etwas wie ein Vertrauen entwickelt, dass beide Seiten an einem
dauernden Frieden interessiert sind! Nordkorea ist um seiner Menschen willen auf
die Hilfe des Auslandes und die Unterstützung seines südlichen Bruders
angewiesen. Bereits zweimal konnten Familienzusammenführungen durchgeführt
werden - jeweils in begrenzter Zahl. Die Glücklichen wurden durch das Los
bestimmt Herr Chung betonte ausdrücklich, dass es keiner der beiden Seiten um
eine Vereinnahmung des anderen ginge, sondern Südkorea möchte das Seine dazu
beitragen um den verarmten Norden auf die Beine zu helfen, um so als
gleichwertige Partner einander gegenüber zu stehen. Mehrmals betonte Herr Chung,
dass sie, um erfolgreich in ihren Bemühungen sein zu können, unbedingt
weiterhin auf weltweite Unterstützung angewiesen sind.
Herr Chung bedankte sich für die Möglichkeit über diese
essentielle Sorge seines Landes vor so aufmerksamen Zuhörern sprechen haben zu
können. Der Applaus des Publikums war wohl zugleich ein Ausdruck von
Erleichterung und großer Hoffnung, dass es auf diese Art weitergehen könne.
Zur Entspannung folgte eine musikalische Einlage: Hyo Jin
LEE, eine 16 jährige Studentin spielte Stücke von Franz Schubert auf dem
Klavier.
Nach einer wohlverdiente Kaffeepause ging es weiter mit
Beiträgen aus dem Comitte of Peace:
1) International Committee for European Security and
Cooperation
2) OMEGA, Austrian Doctors against
Nuclear War
3) Soka Gakkei International
4) SERVAS International
5) International Council on Alcoholand
Addictions
6) Bahai International
7) Help Age International
8) Womens International Democratic
Federation
9) Österreichische Frauenföderation
für Weltfrieden
Diese Kurzbericht zeigten etwas von der
Vielfalt der Arbeit für den Frieden, von der man allzu oft allzu wenig weiß!
Nach so vielen Worten drängte es danach, sich Taten zu
zuwenden, und so folgte der
FESTAKT: "DIE BRÜCKE DES FRIEDENS" zu der alle Anwesenden
herzlichst eingeladen wurden.
Das für uns erstaunliche war die Freude und Begeisterung
mit der diese Zeremonie begrüßt und aufgenommen worden war, und auch
durchgeführt werden konnte! Es stellten sich die Gäste zu beiden Seiten der
Bühne an und traten nun Paar für Paar auf die Bühne und aufeinander zu. Eine
Rose und ein Versprechen Friedensstifter zu sein, wurden überreicht. Mit
Spannung wurde bereits gezählt, welche/r der Personen in der Reihe gegenüber
wird wohl mein/e PartnerIn sein!
Die Zeit danach beim Büffet verlief wie im Flug; bis
spät am Abend wurde angeregt geplaudert.
Renate Amesbauer
FRIEDENSVERSPRECHEN
LET THERE BE PEACE
ON EARTH
AN LET IT BEGINN
WITH ME
· Durch diesen Festakt
möchte ich gemeinsam mit meinem Partner eine Brücke des Friedens und der
Versöhnung zwischen unseren Kulturen, Nationen, Religionen etc. bilden.
· In meiner Sehnsucht
nach Frieden möchte ich ein Friedensstifter sein in allen Bereichen des
menschlichen Seins: Meiner Familie, Nachbarschaft, Gesellschaft und Nation.
· Ich werde zum Aufbau
einer Kultur des Friedens beitragen.
· Ich werde jeden
Menschen dem ich begegne als eine Schwester/ einen Bruder der gemeinsamen
Menschheitsfamilie anerkennen.
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